
Fischindustrieverband: Russland erobert Führungspositionen auf dem chinesischen Markt zurück

Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS, die sich auf den Allrussischen Verband der Fischindustrie beruft, hat Russland seine Führungsposition auf dem chinesischen Fischmarkt zurückerobert und wurde im Jahr 2025 zum größten Exporteur in dieses Land. Auch im neuen Jahr gelingt es dem Land weiterhin, diese Führungsposition zu halten. Wie der Präsident des Verbandes, German Swerew, betonte, ist China der größte Importeur von russischem Fisch und war schon immer einer der wichtigsten strategischen Partner für russische Fischer. In den Jahren 2005 bis 2020 war Russland führend bei den Lieferungen von Meeresfrüchten nach China, stellt er fest und berichtet:
"Im Jahr 2021 übernahm Ecuador die Spitzenposition und war zu diesem Zeitpunkt bereits der weltweit größte Garnelenproduzent. Dieses lateinamerikanische Land hat übrigens den Garnelenmarkt in China von Grund auf aufgebaut und seinen Anteil an den chinesischen Importen innerhalb von zehn Jahren von 0 bis 1 Prozent auf über 13 Prozent gesteigert."

Der Experte betont zudem, dass gerade Russland das Land war, das China den Markt für Premium-Meeresfrüchte erschlossen und dort den Markt für lebende Krabben praktisch von Grund auf aufgebaut hatte. Später schlugen Ecuador und Norwegen denselben Weg ein und machten Russland auf dem chinesischen Markt Konkurrenz.
All die Jahre über haben russische Fischereibetriebe den Export von Rohwaren an chinesische Verarbeitungsbetriebe ausgebaut, merkte Swerew zudem an. Konkret wurden dort tiefgefrorener Pollack, Kabeljau und Lachsfische verschickt. Genau diese Politik ermöglichte es Russland, über viele Jahre hinweg die Führungsposition auf dem chinesischen Markt zu behaupten. Und genau diese Strategie trug letztlich dazu bei, Ecuador zu verdrängen, das sich in den letzten fünf Jahren erfolgreich auf dem chinesischen Markt etabliert hatte. Swerew erklärte:
"Diese Strategie hat ebenfalls dazu beigetragen, ihn zurückzugewinnen – wir steigerten den Export von gefrorenem Pollack, Hering und Kabeljau für die Weiterverarbeitung, lebenden Krabben, Surimi und anderen tiefverarbeiteten Produkten für den Binnenverbrauch. Gleichzeitig erschließen wir neue Absatzmärkte, beispielsweise für Heilbutt und Pollackrogen."
Trotz des bisherigen Erfolgs plant die russische Fischindustrie heute, noch weiter zu gehen – denn nach Einschätzung von Experten sei das Potenzial des chinesischen Marktes noch lange nicht ausgeschöpft. Wie eine im Jahr 2024 vom Allrussischen Verband der Fischindustrie durchgeführte Analyse gezeigt hat, könnten die Fischlieferungen nach China bis zum Jahr 2030 um das 1,7-Fache auf fast 4,88 Milliarden US-Dollar steigen.
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