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Liveticker Ukraine-Krieg: Luftverteidigung wehrt Drohnenangriffe auf mehrere russische Regionen ab

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Luftverteidigung wehrt Drohnenangriffe auf mehrere russische Regionen abQuelle: Sputnik © Stanislaw Krassilnikow
  • 14.06.2024 09:21 Uhr

    09:21 Uhr

    Moskau über Argentiniens Teilnahme an Ramstein-Kontaktgruppe enttäuscht

    Russland ist von Argentiniens Teilnahme an der Ramstein-Kontaktgruppe enttäuscht, erklärte Dmitri Feoktistow, Moskaus Botschafter in Buenos Aires, gegenüber Journalisten. TASS zitiert den Diplomaten wie folgt:

    "Was die Teilnahme des argentinischen Verteidigungsministers Luis Petri an einem Treffen der Ramstein-Koalition in Brüssel angeht, gibt es bisher keinen offiziellen Kommentar der argentinischen Seite. Allein die Tatsache der Annäherung zwischen Buenos Aires und militärischen Sponsoren der Ukraine sorgt bei uns für eine tiefe Enttäuschung."

    Russland sei sich bewusst, dass dies im Einklang mit der zunehmenden Kooperation mit der NATO stehe, sagte Feoktistow weiter. Im April habe Argentinien den Status eines globalen Partners des Militärbündnisses beantragt. Moskau verstehe jedoch nicht, wie dieser Status zur Sicherheit Argentiniens beitragen könnte. Die russische Botschaft versuche, Argentinien über die Nachteile einer Stärkung der Beziehungen zur NATO zu informieren.

    Zudem hoffe Moskau, dass Argentinien sich nicht in den Ukraine-Konflikt einmischen und bei seinem traditionellen Rückhalt bleiben würde. Dadurch könnten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Argentinien bewahrt werden.

  • 08:38 Uhr

    Medwedew: Westen schockiert von Unwillen des globalen Südens, Beziehungen zu Russland abzubrechen

    Der Westen ist "zutiefst schockiert" von dem Unwillen des Globalen Südens, die Beziehungen zu Russland abzubrechen und die sogenannte Friedensformel des Präsidenten der Ukraine zu unterstützen. Diese Lage schildert Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, in einem Artikel für die Zeitung Rossijskaja Gaseta zum Thema Neokolonialismus.

    Demnach basiere dieser Schock im Westen auf der Arroganz, dem Dogmatismus und der Selbstzufriedenheit, die ihm daran hinderten, mit der Geschwindigkeit der Veränderungen schrittzuhalten. Zudem begreife der Westen nicht die Rolle und den Platz der nun entwickelten und mächtigen Länder in einer sich verändernden Welt. 

    Außerdem stimmten die Länder des Globalen Südens der Sanktionspolitik der USA und ihrer Satelliten nicht zu und wendeten die Augen von der Eskalation im Nahen Osten nicht ab.

  • 07:38 Uhr

    Luftverteidigung wehrt Drohnenangriffe auf mehrere russische Regionen ab

    In der vergangenen Nacht haben Einheiten der russischen Luftabwehr einen massiven Drohnenangriff auf mehrere Regionen im Land abgewehrt.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden über dem Gebiet Rostow allein 70 unbemannte Flugzeuge zerstört. Weitere 17 Drohnen brachte das Militär über den Gebieten Belgorod, Wolgograd, Woronesch, Kursk und der Halbinsel Krim zum Absturz.

    Nach dem Angriff auf das Gebiet Rostow sei laut einer Erklärung des Gouverneurs die Stromversorgung in Ortschaften des Kreises Morosowski ausgefallen.

    Im Gebiet Woronesch wurde versucht, ein Erdöllager zu attackieren. Wie der Gouverneur auf Telegram mitteilt, sei ein nicht genutzter Treibstoffbehälter gering beschädigt worden.

    Bei den nächtlichen Angriffen wurden keine Menschen verletzt.

  • 13.06.2024 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:50 Uhr

    Russischer Abgeordneter: Tschassow Jar zu 70 Prozent befreit

    Die Stadt Tschassow Jar in der Donezker Volksrepublik ist jetzt zu etwa 70 Prozent unter russischer Kontrolle, sagte der russische Duma-Abgeordnete und Koordinator für interparlamentarische Verbindungen zum Parlament der LVR Wiktor Wodolazki. Er erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:

    "Wir umgingen Tschassow Jar von Westen und schnitten die Zufuhr von Munition, Waffen und Lebensmitteln ab. Ausgehend davon versuchen die Versprengten, die es noch im Bezirk Kanal gibt, zum Wald durchzubrechen, wo noch einige ukrainische Soldaten sind. In diesem Bezirk gibt es derzeit Kämpfe. Gegenwärtig ist die Stadt zu etwa 70 Prozent befreit."

    Zuvor hatte Russlands Verteidigungsministerium von einem Angriff auf ukrainische Positionen bei Tschassow Jar berichtet. Nach Angaben der Behörde ist die russische Artillerie an diesem Abschnitt rund um die Uhr im Einsatz.

  • 21:39 Uhr

    Ukrainischer Generalstab: Lage am Frontabschnitt Pokrowsk am schwierigsten

    Der schwierigste Frontabschnitt für Kiews Militär liegt derzeit nahe der Stadt Pokrowsk in der Donezker Volksrepublik. Das geht aus einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs hervor, der auf seinem Telegramkanal meldete:

    "Am Pokrowsker Abschnitt ist es jetzt am heißesten."

    Der Frontabschnitt Pokrowsk erscheint regelmäßig als ein besonders problematischer in den Meldungen des ukrainischen Generalstabs. Ende Mai räumte das Militär Kiews ein, dass Russlands Streitkräfte dort "gewisse Erfolge" erzielten. Am 5. Juni berichtete der Oberbefehlshaber des ukrainischen Militärs Alexandr Syrski von einer schwierigen Lage an mehreren Frontabschnitten, darunter bei Pokrowsk. Später sagte auch der ukrainische De-facto-Präsident Wladimir Selenskij, das Militär habe die meisten Probleme in dem noch von Kiew kontrollierten Gebiet der DVR.

    Der Berater Igor Kimakowski des Oberhaupts der DVR berichtete, die ehemalige Stadt Krasnoarmeisk, heute Pokrowsk, sei ein wichtiger Knotenpunkt für die ukrainischen Streitkräfte in der Region.

  • 21:13 Uhr

    Bei einem ukrainischen Angriff verwundeter russischer Journalist verstorben

    Waleri Koschin, ein Kameramann des russischen Fernsehkanals NTV, der bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Gorlowka in der DVR verwundet wurde, ist seinen schweren Verletzungen erlegen, berichtete der Bürgermeister der Stadt Iwan Prichodko auf seinem Telegramkanal. Der Sender NTV erklärte dazu:

    "Unser Kameramann Waleri Koschin, der heute in Gorlowka verwundet wurde, ist gestorben. Die Ärzte versuchten mehrere Stunden lang, ihn zu retten, doch seine Verwundungen erwiesen sich als tödlich."

    Der zum Todeszeitpunkt 46-jährige Koschin hatte im Jahr 2006 mit seiner Tätigkeit für den Kanal NTV begonnen. Er arbeitete mehrmals in Konfliktgebieten, darunter in Syrien und im Donbass. Im Jahr 2014 wurde er mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

    Neben Koschin wurden bei dem jüngsten ukrainischen Angriff auch der Korrespondent Alexei Iwlijew und der begleitende Offizier verwundet (wir berichteten). Nach Angaben von NTV hat Iwlijew eine chirurgische Operation überstanden, sein gegenwärtiger Zustand ist stabil.

  • 20:52 Uhr

    Bericht: China drängt auf eigenen Friedensplan für die Ukraine vor Gipfel in der Schweiz

    Im Vorfeld einer sogenannten "Friedenskonferenz" in der Schweiz, an der China nicht teilnehmen will, versucht das Land aktiv, Entwicklungsländer für seinen eigenen Plan zur friedlichen Lösung des Konflikts in der Ukraine zu gewinnen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezugnahme auf namentlich nicht genannte Diplomaten. 

    China habe aktiv diplomatische Bemühungen durch das Organisieren von Zusammenkünften und Telefonaten mit hochrangigen Vertretern von Ländern des Globalen Südens begonnen. Nach Angaben von Reuters habe die chinesische Führung in Peking das Treffen in der Schweiz zwar nicht offen kritisiert oder Entwicklungsländer aufgefordert, daran nicht teilzunehmen. China habe aber davor gewarnt, dass diese Konferenz eine friedliche Lösung in der Ukraine verzögern und den Militärkonflikt verlängern könnte.

    Als Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte Mao Ning in der letzten Woche:

    "China hofft, dass eine Friedenskonferenz nicht zu einer Plattform wird, die für eine Block-Konfrontation genutzt wird."

    Mehrere Länder verweigerten bereits wie China ihre Teilnahme an dem Ukraine-Treffen in der Schweiz, das am Wochenende stattfinden soll. Brasilien und China fordern eine sowohl von Russland als auch von der Ukraine anerkannte internationale Friedenskonferenz, um ernsthafte Vorschläge zur Beendigung dieses Krieges beraten zu können.

  • 20:13 Uhr

    Umfrage: Über 40 Prozent der Deutschen kritisieren möglichen Einsatz deutscher Waffen gegen russisches Territorium 

    Ende Mai hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Kiew deutsche Waffen für Angriffe auf Ziele im Gebiet Charkow einsetzen darf. Eine Umfrage ergab, dass 42 Prozent der befragten Deutschen diese Entscheidung negativ beurteilen. 38 Prozent halten die Aufhebung des Verbots für richtig, 8 Prozent der Befragten interessiert dieses Thema nicht. Weitere 8 Prozent der Befragten konnten und 3 Prozent wollten diese Frage nicht beantworten.

    Das Markt- und Sozialforschungsinstitut INSA hatte für diese Umfrage 1.004 Personen in Deutschland zwischen dem 7. und dem 10. Juni 2024 im Auftrag der Zeitschrift Focus befragt.

  • 19:24 Uhr

    Russlands Außenministerium: Washington und London planen für Ukraine Anschläge gegen Russland

    Großbritannien und die USA verleiten die Regierung in Kiew dazu, Terrorangriffe gegen Russland zu verüben und helfen bei deren Planung, sagte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa. Während einer Pressekonferenz erklärte sie:

    "Die Angelsachsen verleiten das Kiewer Regime offen dazu, barbarische Terroranschläge zu verüben. Anscheinend gibt es noch zu wenig Zerstörung für sie, und sie fordern vom Kiewer Regime mehr. Inzwischen planen Washington und London groß angelegte Sabotageakten."

    Sacharowa fügte hinzu, dass sich Frankreich ebenfalls in den Ukraine-Konflikt verstricke und das Risiko einer direkten Konfrontation mit Russland erhöhe, und erklärte:

    "Das droht mit unvorhersehbaren Folgen für Sicherheit nicht nur in Europa, sondern auch weltweit."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.