Nahost

Flydubai-Vorfall: Behörden in VAE gehen von versuchtem Terrorangriff aus

Die Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichnet den Vorfall mit der Flydubai-Maschine als versuchten Terrorangriff. Der Copilot soll den Piloten mit der Notaxt schwer verletzt haben, um die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen.
Flydubai-Vorfall: Behörden in VAE gehen von versuchtem Terrorangriff ausQuelle: AP © Ariel Schalit

Im Laufe der Ermittlungen nach dem Vorfall mit dem Flydubai-Flug gehen die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) von einem versuchten Terroranschlag aus. Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Samstag bekanntgab, habe der Copilot der Maschine auf dem Flug von Dubai nach Israel den Piloten mit der Notaxt im Cockpit angegriffen und ihn schwer verletzt. Der Angreifer konnte jedoch von Passagieren überwältigt werden, sodass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete.

Durch den Angriff im Cockpit habe der Copilot versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen, führte die Generalstaatsanwaltschaft aus. Die Ermittlungen dauerten an, um die Umstände des Vorfalls, die Motive des Täters und mögliche Zusammenhänge zu klären. Die endgültigen Ergebnisse würden bekanntgegeben, sobald die notwendigen Verfahren abgeschlossen seien.

Zuvor hieß es in Medienberichten, dass der Copilot, ein 29-jähriger Staatsbürger des Oman, aufgrund extremistischer Ansichten nicht mehr fliegen durfte. Aus demselben Grund soll er im vergangenen Jahr seine Stelle bei Oman Air, der nationalen Fluggesellschaft des Oman, verloren haben.

Die Maschine war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu der Attacke kam. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die stark abgesackte Maschine in Saudi-Arabien.

Die israelische Regierung hatte bereits zuvor erklärt, sie vermute einen Terroranschlag.

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